Die Verwendung der zu + Infinitiv-Konstruktion

Aktualisiert: 2026-10-26
Die Verwendung der zu + Infinitiv-Konstruktion

Bei der zu + Infinitiv-Konstruktion steht neben dem konjugierten Verb ein weiteres Verb im Infinitiv mit zu. Diese Konstruktion ersetzt häufig einen dass-Nebensatz und macht den Satz kürzer und einfacher.

Beispiel: Ich hoffe, morgen früher aufzustehen. Ein entsprechender dass-Satz lautet: Ich hoffe, dass ich morgen früher aufstehe.

Warum verwendet man zu + Infinitiv?

Die Konstruktion hat mehrere Vorteile:

Wann ist die Konstruktion möglich?

Die zu + Infinitiv-Konstruktion wird grundsätzlich verwendet, wenn das Subjekt des Hauptsatzes und das gedachte Subjekt des Infinitivs übereinstimmen.

Beispiel: Sie behauptet, klug zu sein.

Wenn die beiden Subjekte verschieden sind, verwendet man normalerweise einen dass-Satz.

Verben, nach denen häufig zu + Infinitiv steht

Beispiele:

Nach unpersönlichen Ausdrücken

Nach Ausdrücken mit es ist steht ebenfalls häufig die zu + Infinitiv-Konstruktion.

Weitere unpersönliche Konstruktionen

Auch nach den folgenden festen Wendungen kann ein Infinitiv mit zu stehen:

Die Stellung von zu im Satz

Bei Modalverben

Wenn ein Modalverb zusammen mit einem weiteren Verb im Infinitiv steht, befindet sich zu zwischen dem Vollverb und dem Modalverb.

Ich hoffe, dich morgen sehen zu können.

Im Perfekt

Bei der Infinitivkonstruktion im Perfekt steht zu zwischen dem Partizip II und dem Hilfsverb.

Er behauptet, das Bild schon gesehen zu haben.

Bei trennbaren Verben

Bei einem trennbaren Verb steht zu zwischen der Vorsilbe und dem Verb.

Verben ohne zu

Nach bestimmten Verben steht der zweite Infinitiv ohne zu. Dazu gehören:

Beispiele:

Zusammenfassung

Die Konstruktion kommt in der alltäglichen deutschen Kommunikation sehr häufig vor. Deshalb lohnt es sich, sie früh zu lernen und regelmäßig zu üben.

Praktische Schritte zum Üben

  1. Schreiben Sie zu jedem der häufigen Verben einen eigenen Beispielsatz.
  2. Formulieren Sie einen dass-Satz und ersetzen Sie ihn anschließend durch eine zu + Infinitiv-Konstruktion.
  3. Üben Sie getrennt die drei wichtigen Fälle: Modalverb, Perfekt und trennbares Verb.
  4. Merken Sie sich auch einige häufige Verben, nach denen kein zu steht.

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