Das Präteritum: die erzählende Vergangenheit

Aktualisiert: 2026-10-26
Das Präteritum: die erzählende Vergangenheit

Im Deutschen gibt es zwei wichtige Vergangenheitsformen:

Im Alltag wird meistens das Perfekt verwendet. Das Präteritum findet man vor allem in Romanen, Märchen, Zeitungen und offiziellen Texten. Einige Verben stehen jedoch auch in der gesprochenen Sprache fast immer im Präteritum: sein, haben, werden sowie die Modalverben müssen, können, dürfen, sollen, wollen und mögen.

Wann verwendet man das Präteritum?

Wie bildet man das Präteritum?

Bei der Bildung unterscheidet man drei Verbgruppen: schwache Verben, starke Verben und gemischte Verben.

Schwache Verben: regelmäßige Verben

Bei schwachen Verben besteht das Präteritum aus dem Verbstamm, -te und der jeweiligen Personalendung.

Beispiel: machen

Gestern machte ich meine Hausaufgaben.

Das Präteritum der schwachen Verben ist regelmäßig und daher vergleichsweise leicht zu lernen.

Starke Verben: unregelmäßige Verben

Bei starken Verben verändert sich häufig der Verbstamm, zum Beispiel der Vokal. In der dritten Person Singular steht außerdem keine -te-Endung. Die Formen müssen einzeln gelernt werden.

Beispiel: gehen

Wir gingen ins Kino.

Weitere Beispiele:

Gemischte Verben: Mischverben

Gemischte Verben verbinden Merkmale starker und schwacher Verben:

Beispiele:

Er brachte das Buch zurück.
Ich wusste die Antwort.

Die Liste der gemischten Verben ist kurz, aber ihre Formen müssen ebenfalls einzeln gelernt werden.

Wichtige Verben im Präteritum

Die folgenden Formen kommen auch in der gesprochenen Sprache häufig vor:

Weitere Beispielsätze

Verneinung im Präteritum

Die Verneinung funktioniert grundsätzlich wie in anderen Zeitformen:

Fragen im Präteritum

Bei Entscheidungsfragen steht das konjugierte Verb an erster Stelle.

Typische Fehler

  1. Präteritum und Perfekt in der gesprochenen Sprache verwechseln
    • Gestern ging ich ins Kino. ist schriftsprachlich korrekt, klingt im Gespräch aber oft ungewohnt.
    • Im Alltag sagt man eher: Gestern bin ich ins Kino gegangen.
  2. Starke Verben regelmäßig bilden
    • Falsch: Ich gehte nach Hause.
    • Richtig: Ich ging nach Hause.
  3. Gemischte Verben falsch bilden
    • Falsch: Ich bringte das Buch.
    • Richtig: Ich brachte das Buch.

Übungssätze

Zusammenfassung

Praktische Schritte zum Lernen

  1. Lernen Sie zuerst die häufigen Formen von sein, haben, werden und den Modalverben.
  2. Üben Sie schwache Verben mit der regelmäßigen Endung -te.
  3. Führen Sie für starke und gemischte Verben eine eigene Liste mit Beispielsätzen.
  4. Verwenden Sie das Präteritum beim Schreiben von Geschichten und das Perfekt in alltäglichen Gesprächen.
  5. Wiederholen Sie die Übungssätze und bilden Sie anschließend eigene Beispiele.

Ähnliche Ratgeber

Deutsch lernen

Deutscher Wortschatz: Kopf und Gesicht

Lernen Sie die wichtigsten deutschen Bezeichnungen für Kopf und Gesicht. Die Übersicht enthält Artikel, Pluralformen und kurze Beispielsätze für den Alltag.

Deutsch lernen

Deutscher Wortschatz: Hals und Rumpf

Mit diesen deutschen Begriffen können Sie Körperteile am Hals und Rumpf genauer benennen. Die Beispielsätze helfen beim Lernen und im Alltag.

Deutsch lernen

Deutscher Wortschatz: Teile des Arms und der Hand

Mit diesem Wortschatz lernen Sie die deutschen Bezeichnungen für Teile des Arms und der Hand. Kurze Beispielsätze helfen beim Üben im Alltag.

Deutsch lernen

Deutscher Wortschatz: Die Teile des Beins und Fußes

Mit diesen Begriffen können Sie die einzelnen Teile des Beins und Fußes auf Deutsch benennen. Dazu gehören Artikel, Pluralformen und einfache Beispielsätze.