Inflation in Österreich lag 2023 bei 7,8 %

Aktualisiert: 2026-10-26
Inflation in Österreich lag 2023 bei 7,8 %

Die durchschnittliche Jahresinflation in Österreich lag 2023 bei 7,8 %. Damit fiel sie zwar niedriger aus als 2022, als 8,6 % gemessen wurden, blieb aber deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (ECB) von 2 %.

Inflation ging gegenüber 2022 leicht zurück

Laut dem Bericht von Statistik Austria betrug die jährliche durchschnittliche Inflationsrate des Verbraucherpreisindex (VPI 2020) im Jahr 2023 7,8 %. Im Jahr 2022 waren es 8,6 %.

Eine ähnlich hohe Inflation wurde zuletzt 1974 mit 9,5 % und 1975 mit 8,4 % gemessen. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI 2015) lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 7,7 %, nach 8,6 % im Jahr 2022.

Fast viermal so hoch wie das Ziel der ECB

Die Inflation von 7,8 % war 2023 noch immer fast viermal so hoch wie das Inflationsziel der ECB von 2 %. Im Vergleich zum Vorjahr, als Österreich den höchsten Wert seit der Ölpreiskrise von 1974 verzeichnete, war jedoch ein leichter Rückgang zu beobachten. Im Euroraum fiel die Inflation 2023 in vielen Ländern noch deutlicher.

Mehr als die Hälfte des österreichischen Inflationsanstiegs entfiel laut Statistik Austria auf höhere Preise für gastronomische Dienstleistungen, Lebensmittel, die Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen sowie Haushaltsenergie. Niedrigere Treibstoffpreise bremsten hingegen den Preisanstieg und trugen wesentlich zum Rückgang der Jahresinflation bei.

Welche Ausgaben besonders stark stiegen

Der stärkste Preistreiber war der Bereich Wohnen, Wasser und Energie. Danach folgten Restaurants und Hotels, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sowie Freizeit und Kultur.

Wohnen und Energie

Gastronomie und Lebensmittel

Freizeit und Verkehr

Was die Zahlen für den Alltag bedeuten

Die Jahresinflation beschreibt die durchschnittliche Preisveränderung gegenüber dem Vorjahr. Sie bedeutet nicht, dass jede einzelne Ware und Dienstleistung um 7,8 % teurer wurde. Die persönliche Belastung hängt davon ab, wofür ein Haushalt sein Geld ausgibt. Wer beispielsweise einen hohen Anteil seines Budgets für Heizung, Energie, Lebensmittel oder Restaurantbesuche verwendet, konnte die Preissteigerungen besonders deutlich spüren.

Praktische Schritte

  1. Vergleichen Sie Ihre regelmäßigen Ausgaben mit dem Vorjahr, besonders bei Energie, Wohnen, Lebensmitteln und Mobilität.
  2. Prüfen Sie bei Strom-, Gas- und Fernwärmerechnungen den Verbrauch, den Tarif und die Preisbestandteile.
  3. Nutzen Sie beim Lebensmitteleinkauf Preisvergleiche und achten Sie auf Grundpreise.
  4. Berücksichtigen Sie bei der persönlichen Haushaltsplanung Ihre eigene Ausgabenstruktur statt nur die allgemeine Inflationsrate.
  5. Lesen Sie für weitere Details die Veröffentlichung von Statistik Austria.

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