Fachhochschule und Pädagogische Hochschule in Österreich: Das ist 2026 wichtig

In Österreich gibt es neben Universitäten weitere Hochschulformen. Die praxisorientierte Fachhochschule (FH), zunehmend auch Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) genannt, ist eine eigenständige Alternative zum Universitätsstudium. Auch die Pädagogischen Hochschulen (PH) gehören zum Hochschulbereich.
Das Wichtigste auf einen Blick
- In Österreich gibt es derzeit 21 Fachhochschulen.
- Ein Bachelorstudium dauert sechs Semester, ein Masterstudium meistens vier Semester.
- Die Studienplätze sind je Studiengang und Jahrgang begrenzt. Deshalb gibt es überall ein Aufnahmeverfahren (Aufnahmeverfahren).
- Rund 50 Prozent der Studiengänge können berufsbegleitend absolviert werden.
- FH-Studierende sind Studierenden an Universitäten rechtlich gleichgestellt. Studienförderungen und Förderungen für Auslandsstudien gelten daher auch für sie.
Was ist eine Fachhochschule?
Fachhochschulstudiengänge wurden als eigenständige Alternative zum Studienangebot der Universitäten geschaffen. Im Mittelpunkt stehen eine berufsbezogene und praxisorientierte Ausbildung auf Hochschulniveau sowie ein klar strukturierter Studienablauf.
- Die Ausbildung ist auf ein bestimmtes Berufsfeld ausgerichtet.
- Die Studiendauer ist festgelegt und es gelten Anwesenheitsvorgaben.
- Die Zahl der Studierenden ist je Studiengang und Jahrgang begrenzt.
- Absolventinnen und Absolventen erhalten einen akademischen Grad (akademischer Grad).
FH-Studierende sind rechtlich gleichgestellt mit Studierenden an Universitäten. Daher können sie ebenso Studienförderung (Studienförderung) und Förderungen für ein Auslandsstudium erhalten. Etwa die Hälfte der Studiengänge wird auch berufsbegleitend (berufsbegleitend) angeboten und nicht nur als Vollzeitstudium (Vollzeitstudium).
Wie lange dauert das Studium?
- Bachelor: sechs Semester
- Master: meistens vier Semester
Während des Bachelorstudiums ist ein Berufspraktikum verpflichtend.
Wer kann sich bewerben?
Fachhochschulen stehen allen Personen offen, die die fachlichen Voraussetzungen erfüllen. Die konkreten Anforderungen können je nach Studiengang unterschiedlich sein.
Voraussetzungen für ein Bachelorstudium
Für ein Bachelorstudium ist grundsätzlich eine allgemeine Universitätsreife (allgemeine Universitätsreife) oder eine geeignete berufliche Qualifikation erforderlich. Bei einer beruflichen Qualifikation werden meistens Zusatzprüfungen (Zusatzprüfungen) verlangt.
Als allgemeine Universitätsreife gelten unter anderem:
- ein österreichisches Reifeprüfungszeugnis, einschließlich des Zeugnisses der Berufsreifeprüfung,
- ein anderer österreichischer Abschluss, der eine Studienberechtigung für eine bestimmte Studienrichtungsgruppe an einer Universität, Pädagogischen Hochschule oder Fachhochschule vermittelt,
- ein ausländisches Zeugnis, wenn es aufgrund eines internationalen Abkommens, einer Nostrifizierung oder einer individuellen Entscheidung der Studiengangsleitung als gleichwertig anerkannt wird,
- ein Diplom über einen mindestens dreijährigen Abschluss an einer anerkannten inländischen oder ausländischen Hochschule.
Welche beruflichen Qualifikationen akzeptiert werden und welche Zusatzprüfungen notwendig sind, sollte direkt bei der jeweiligen Fachhochschule erfragt werden. Die Zusatzprüfungen entsprechen häufig der Studienberechtigungsprüfung.
Voraussetzungen für ein Masterstudium
Für ein Masterstudium kann sich bewerben, wer einen einschlägigen FH-Bachelorabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss einer anerkannten inländischen oder ausländischen Hochschule besitzt.
Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab?
Die Erfüllung der formalen Voraussetzungen reicht nicht automatisch für eine Aufnahme. Jede Bewerberin und jeder Bewerber muss an einem Aufnahmeverfahren teilnehmen. Dieses ist je nach Studiengang unterschiedlich und besteht häufig aus folgenden Elementen:
- schriftliche Bewerbung mit Angaben zur Persönlichkeit, zum bisherigen Lebensweg und zur Motivation,
- schriftlicher Test und Präsentation zur Prüfung des analytischen und logischen Denkens,
- häufig ein Aufnahmegespräch.
Die Fachhochschule veröffentlicht im Voraus die Auswahlkriterien und die erforderlichen Unterlagen. Möglich sind beispielsweise ein Reihungstest, eine Werkmappe, ein Interview oder ein Gruppengespräch. Manche Fachhochschulen bieten auch unverbindliche Probetests an, etwa bei Berufsinformations- oder Studienwahlmessen. Wenn die Aufnahme nicht gelingt, kann man es grundsätzlich später erneut versuchen.
Wie wird das Studium abgeschlossen?
Bachelor
Im Bachelorstudium muss eine oder müssen mehrere Bachelorarbeiten (Bachelorarbeit) verfasst werden. Die Abschlussprüfung findet vor einem Prüfungssenat statt. Dabei werden die Bachelorarbeit beziehungsweise die Bachelorarbeiten und ihre Verbindung zu den Lehrinhalten des Studiums besprochen. Der verliehene akademische Grad lautet „Bachelor …“ mit einer Ergänzung, die das Fachgebiet bezeichnet.
Master
Für den Masterabschluss sind eine positiv beurteilte Masterarbeit (Masterarbeit) und eine Abschlussprüfung vor einer Kommission erforderlich. Die Prüfung umfasst die Präsentation der Masterarbeit, ein Gespräch über ihre Verbindung zu den Lehrinhalten sowie ein Gespräch über weitere Studieninhalte. Der akademische Grad lautet „Master …“.
Mit einem FH-Masterabschluss kann man sich an einer Universität für ein Doktoratsstudium im entsprechenden Fachgebiet bewerben.
Wo gibt es Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen?
Die 21 Fachhochschulen verteilen sich auf die Bundesländer wie folgt:
- Wien: FH des BFI Wien, FH Technikum Wien, FH Campus Wien, FH Wien der WKW, Lauder Business School
- Niederösterreich: FH Wiener Neustadt, FH St. Pölten, IMC Krems, Ferdinand Porsche FernFH, FH für angewandte Militärwissenschaften
- Oberösterreich: FH Oberösterreich, FH Gesundheitsberufe OÖ
- Steiermark: CAMPUS 02, FH Joanneum
- Tirol: FH Kufstein, MCI Innsbruck, FHG Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol
- Salzburg: FH Salzburg
- Kärnten: FH Kärnten
- Vorarlberg: FH Vorarlberg
- Burgenland: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Burgenland mit Standorten in Eisenstadt und Pinkafeld
Eine Pädagogische Hochschule gibt es in jedem Bundesland: in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Tirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg. Zusätzlich bestehen private Pädagogische Hochschulen in Graz, Linz, Wien/Krems und Stams. In Wien gibt es außerdem die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik.
Bei beiden Hochschulformen gibt es eine Studierendenvertretung (ÖH-Vertretung). Die Kontaktdaten sind auf oesterreich.gv.at zu finden.
Welche Änderungen müssen während des Studiums gemeldet werden?
Wenn sich die Zustelladresse oder der Hauptwohnsitz ändern, muss dies dem Büro der Fachhochschule gemeldet werden. Das gilt auch bei einer Namensänderung.
Die Meldung kann persönlich mit dem Studierendenausweis, schriftlich oder online erfolgen. Bei einem schriftlichen Antrag müssen die Matrikelnummer angegeben und eine Kopie der Innenseite des Studierendenausweises beigelegt werden.
Wer Studienbeihilfe erhält, muss Änderungen außerdem der Studienbeihilfenbehörde melden.
Häufige Fragen
Erhalten FH-Studierende dieselben Förderungen wie Studierende an Universitäten?
Ja. Studienförderungen und Förderungen für Auslandsstudien gelten auch für Studierende an Fachhochschulen.
Kann man sich mit einem ausländischen Schulabschluss bewerben?
Ja, wenn der Abschluss aufgrund eines internationalen Abkommens, einer Nostrifizierung oder einer individuellen Entscheidung der Studiengangsleitung als gleichwertig mit einem österreichischen Abschluss anerkannt wird.
Kann man neben dem FH-Studium arbeiten?
Rund 50 Prozent der Studiengänge werden auch berufsbegleitend angeboten.
Was passiert, wenn die Aufnahme nicht gelingt?
Eine neuerliche Bewerbung ist grundsätzlich zu einem späteren Zeitpunkt möglich.
Praktische Schritte vor der Bewerbung
- Passenden Studiengang und Studienort auswählen.
- Auf der Website der jeweiligen FH oder PH die Zugangsvoraussetzungen prüfen.
- Bei ausländischen Zeugnissen rechtzeitig klären, ob eine Anerkennung oder Nostrifizierung erforderlich ist.
- Fristen, erforderliche Unterlagen und Bestandteile des Aufnahmeverfahrens notieren.
- Für Reihungstest, Werkmappe, Präsentation und Aufnahmegespräch vorbereiten.
- Bei beruflicher Qualifikation direkt nachfragen, ob Zusatzprüfungen oder eine Studienberechtigungsprüfung notwendig sind.
- Nach der Aufnahme Änderungen von Adresse, Name oder anderen relevanten Daten unverzüglich der Hochschule und gegebenenfalls der Studienbeihilfenbehörde melden.